Abborren Das Modell

Auf der Suche nach einem neuen Projekt bekamen wir im November 2006 zufällig die Formen und Zeichnungen für "Abborren", einem schwedischen Uboot von 1962. Da wir nach den beiden kleinen Hajen Booten einen größeren Schweden bauen wollten, bot sich dieses Projekt für uns an. Ein mittelgroßes Modell 165 cm Länge und 22 kg Gewicht...

Zwei weitere Interessenten für das Modell gab es auch noch. Fredrik, der im fernen Stockholm mit der Urform angefangen hatte und Dirk, der diese letztendlich fertig gestellt hatte.modell 001

Original Zeichnungen

Nachdem wir uns in der nächsten Zeit mit den technischen Details vertraut gemacht hatten begannen wir im Oktober 2007 drei Rümpfe zu laminieren. Zuerst mussten wir aber noch die Form in drei Teile schneiden, da wir uns für eine Verbindung durch zwei Bajonett-Ringe entschieden hatten. Das Boot besteht aus fünf Teilen, Bug- Heck- Mittelteil, sowie Oberdeck und Turm. Das Laminieren des Heckteils gestaltete sich etwas schwieriger, da es sehr eng ist, ansonsten ging die Arbeit mit Hilfe einiger Hilfskonstruktionen gut voran.

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Später sollen in das Modell zwei Kolbentanks mit je 1200ml eingebaut werden. Weiterhin vorgesehen sind Bugstrahlruder, einzeln an steuerbare Ausfahrgeräte und Beleuchtung.

Das Heckteil hat eine Länge von 500 mm und an der Trennstelle einen Durchmesser von 130 mm. Die Verbindung zum Mittelteil erfolgt über einen Bajonettring der einen Innendurchmesser von 101 mm hat. Am hinteren Ende ist eine Aluminiumhülse eingeklebt. In diese Hülse wird eine Buchse eingeschoben in der die 6 mm Welle in zwei Kugellagern gelagert und mit einem Wellendichtring abgedichtet wird.

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Die Buchse haben wir in der Hülse mit zwei O-Ringen gedichtet und mit einer Madenschraube gegen Verdrehen gesichert.

Für die Ruderanlage wurden durchgehende 4 mm VA Wellen genommen, die in Bronzebuchsen gelagert und mit einem O-Ring abgedichtet werden. Über Gestänge mit Kugel- und Gabelköpfen erfolgt die Verbindung zu den Servos. Die Ruderblätter sind groß dimensioniert. Die Tiefenruder stehen seitlich über den Bootskörper hinaus. Das obere Seitenruder ragt bei Überwasserfahrt komplett aus dem Wasser. Die Blätter sind aus Epoxi mit etwas Baumwollflocken gegossen und werden durch eine eingegossene Buchse mit Madenschraube an der Ruderwelle gehalten.

  Vor den Ruderwellen sind für die Motorhalterung vier Messingwinkel mit Stehbolzen an der Hülle festgeklebt. Daran wird ein Aluspant geschraubt, auf dem sich mit einen Zwischenstück der Motor und die Servo Halterungen befinden.

Der Motor, ein bürstenloser Robbe 5055/45, macht 100 1/min und ist über eine Schwerlastkupplung mit der Welle verbunden. Bei diesem Motor könnte die vorhandene Welle auch gegen eine längere, dann durchgehende Welle ausgetauscht werden. Da zunächst an ein Torque 900 gedacht war, ist die Kupplung geblieben.modell 014

Am vorderen Teil der Servo Halterungen ist eine Steckbuchse mit einer Schlauchverbindung nach außen befestigt. Darüber wird die Verbindung zum Tauchtank hergestellt. Für den Einbau der Teile im schlanken Heck werden drei Spezialwerkzeuge benötigt. Einen 400 mm langen 1,5 mm Imbus-Schlüssel für die Madenschrauben an den Ruderhebeln. Einen 350 mm langen 7 mm Steckschlüssel für die Muttern zur Motorhalterung. Und eine Zange zum Öffnen der Gabelköpfe an den Rudergestängen. Vielleicht findet ja jemand eine bessere Lösung.

Direkt am Bajonettring ist mit fünf Gewindeschrauben der hintere Kolbentank angeschraubt.modell 024

Das Zylinderrohr hat eine Länge von 230 mm und einen Außendurchmesser von 100 mm. Über eine M10 Gewindespindel wird ein Kolben mit zwei O-Ringen bewegt. Das Tauchvolumen beträgt 1.350 ml, die in ca. 30 sek. geflutet/gelenzt werden. Die Gewindespindel bewegt sich zu Bootsmitte. Die Wasserverbindung wird mit einem Stecker, mit O-Ring gedichtet, zur schon erwähnten Buchse hergestellt.

 An der Grundplatte des Tauchtanks ist ein Technikgerüst angeschraubt, in dem sich der größte Teil der Elektronik befindet. Ein Hauptschalter von Nils, der über Magnet geschaltet wird und auch gleich die 6V Versorgung sicherstellt. Ein Lage-Tiefenregler ebenfalls von Nils. Und eine Ballasttank-Steuerung mit Hallsensor von Christian. Die zwei Magnetpaare, die auf einer Welle des Getriebes sitzen, sollten eine sehr feine Steuerung ermöglichen. Leider läuft der recht schnelle Motor leicht über den richtigen Magnet hinweg. Da muss erst die Praxis zeigen, ob eine ausreichende Genauigkeit bei einem so großen Durchmesser erreicht wird. Weiter findet sich an dem Gerüst noch der Empfänger und ein Betriebsstundenzähler. Über Stecker sind der Akku und weitere Teile im Mittelstück des Modells verbunden. Die vielen Leitungen an der Unterseite des Technikgerüstes sind etwas unübersichtlich. Vielleicht liefert eine andere Verteilung der Elektronikteile eine Lösung. An die langen Leitungen zu den Servos und dem Fahrtenregler sind Ferritringe zur Entstörung angebracht.

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Das Bugteil hat nur eine Länge von 388 mm und ist so bemessen, dass der größte Teil des Überwasserschiffes, frei durchflutet ist. Die Verbindung und Abdichtung erfolgt über den gleichen Bajonettring wie im Heckteil.

Im Druckkörper sind bisher nur zwei Campingpumpen für das Bugstrahlruder untergebracht. Um leicht an die Pumpen heran zu kommen sind sie in einem Gerüst mit einer steckbaren Platte eingebaut. Auf dieser Platte sind drei Stecknippel angeklebt. Im unteren Bereich ein Nippel zum Ansaugen und ein Verteilerstück mit Anschluss an den Kolbentank. Im oberen Bereich je ein Nippel für jede Pumpe. Die Stecknippel passen in Gegenstücke, die in eine Gegenplatte eingeklebt sind und mit O-Ringen auf den Nippeln abdichtet

Die oberen Gegenstücke sind 90° Kupferbögen, die den Pumpenstrahl nach rechts und links leiten. Die Gegenplatte ist ca. 100 mm von der Bugspitze entfernt im Druckkörper einlaminiert.

Ein Zentrierstift erleichtertdas Einsetzten der Pumpeneinheit. DiePumpen sind sehr schräg eingebaut, damit die Luft nach dem Einsetzen ins Wasser gut herausgeht. Die Wirkung dieser Pumpen wird sich zeigen.


 Zwischen der Pumpeneinheit und dem vorderen Kolbentank sind noch ca. 120 mm ungenutzter Platz. Die Pumpen könnten auch weiter nach hinten eingebaut werden. Auch die Gegenplatte könnte weiter hinten eingeklebt werden. Dadurch könnte das Boot ca. 1 kg leichter werden. Oder der Raum könnte für andere Zwecke genutzt werden.

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Die Pumpeneinheit ist am vorderen Kolbentank verschraubt. Der Kolbentank ist auch beim Bugteil mit fünf Schrauben am Bajonettring angeschraubt. Auch hier ist ein kurzes Technikgerüst angebaut. Auf diesem Gerüst sind die Ballast-Tanksteuerung und die Steuerplatine für die Bugstrahlpumpen montiert.

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