Ausfahrgeräte Abborren
Ursprünglich war das Original nur mit zwei Sehrohren ausgestattet. Bei den Umbauten nach dem 2. Weltkrieg wurde das hintere Sehrohr durch einen Nachbau des deutschen Kugelschwimmer-Schnorchels ersetzt. Zusätzlich wurden zwei ausfahrbare Antennen eingebaut.

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Ausschnitt im Druckkörper

Bei dem Maßstab 1:30 und dem hohen Turm war der Bau von funktionsfähigen Ausfahrgeräten obligatorisch. Die einzelnen Ausfahrgeräte sollten über Seilzüge betätigt werden. In den Druckkörper wurde unterhalb des Turmes ein aus zwei GfK-Platten bestehender Rahmen einlaminiert. Die Öffnung wird mit einer 5mm dicken GfK-Grundplatte verschlossen und einer 2,5 mm dicken Rundschnur abgedichtet.

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An der Unterseite der Grundplatte sind die vier Antriebe angebaut. Jeder Antrieb besteht aus einem Getriebemotor mit verlängerter Welle. Die Welle wird mit einem 4mm O-Ring in der Grundplatte abgedichtet. Über eine Nebenwelle, die über eine Übersetzung von 2,4:1 angetrieben wird, werden zwei verstellbare Nockenscheiben bewegt. Die Nockenscheiben begrenzen über zwei Mikroschalter den Ausfahrweg. Zwischen den Antrieben ist noch etwas Platz für eine Relaisplatte, mit der die Antriebsmotore umgepolt werden. Eine Spannungsstabilisierung auf 12V sorgt für gleichbleibende Geschwindigkeit und Fahrweg, auch bei vollem Akku. Schließlich einen Mini-MKS von Nils und Christian zur Steuerung. Damit werden zusätzlich noch die beiden Bugstahlpumpen und die Beleuchtung geschaltet.

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Auf der Oberseite der Grundplatte ist ein aus mehreren GfK Platten bestehendes Haltegerüst angeklebt. Am oberen Ende des Haltegerüstes sind die Führungsbuchsen und Umlenkrollen für das jeweilige AfG angebracht. Ein Zentrierstift im Turm sorgt dafür, dass sich die Löcher im Turm über den AfG befinden. Auf den Wellen der Antriebe sind Seilrollen mit 22 bis 28 mm Durchmesser angeschraubt. Als Seil wird ein Kunststoff beschichtetes Stahlseil aus dem Angler Zubehör verwendet. Über Umlenkrollen wird das Seil möglichst dicht parallel neben dem AfG Rohr geführt. Das AfG wird am unteren Ende mit einer Klemmschraube am Seil angeklemmt. So lassen sich Ausfahrlängen von bis 14,5 cm realisieren.

 

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Zunächst wurde nach der beschriebenen Weise das Sehrohr aus einem Messingrohr eingebaut. Nach einem Jahr Betrieb mit zwei kleinen Kollisionen war das Rohr etwas verbogen und wurde gegen ein CfK Rohr getauscht. Das bewährt sich bisher recht gut. Als nächstes war der Schnorchel fertig. Zunächst auch komplett aus Messing. Trotz eines langsameren Antriebes mit nur 25 1/min war das Getriebe auf Dauer etwas überfordert. Die Führungen wurden geändert. Die Messingrohre gegen VA getauscht. Sieht auch besser aus. Im letzten Schritt sind zweistufige Antennen eingebaut worden. In einem 4mm CfK Rohr mit Messing-Kopf befindet sich ein 1,5mm CfK Stab. Am unteren Ende des Stabes ist eine Drachenschnur befestigt. Ein Ende der Schnur wird im Kopf umgelenkt und durch das Rohr geführt. Das andere Ende der Schnur wird am unteren Rohrende umgelenkt. Beide Enden sind am Haltegerüst befestigt. Wird das Rohr ein- oder aus gefahren, wird auch der Stab im Inneren ein-oder aus gefahren.
Zusammen eine Lösung die mit nur vier Durchführungen auskommt und sich als Störungsarm gezeigt hat. Das Unterwasser Fahrbild wirkt sehr originalgetreu.

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